Do We Need a Space Force?

The race to militarise space is a very real thing. Gone are the Star Wars jokes that dogged Donald Trump when he proposed a US Space Force last year. Since then — China and Russia started throwing more money at nano-satellites, laser guns, jamming devices and cyber-attack software. And French President Emmanuel Macron is the latest to jump onboard. But is this going to put all our lives at risk?

Guests:
Subrata Ghoshroy
Researcher at MIT’s Science, Technology and Society Programme

Laura Seward Forczyk
Founder of Astralytical

Dean Cheng
Senior Researcher at the Heritage Foundation

Erklärung der NaturwissenschaftlerInnen-Initiative zum 74. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima

Der 74. Jahrestag der verbrecherischen und verheerenden Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki ist Anlass, die Kernaussage zu erneuern: Entweder die Menschheit schafft die Atombombe ab oder die Atombombe die Menschheit.

Wenige Tage nachdem der INF-Vertrag zur Abrüstung von Mittelstreckenraketen beendet wurde, wird das nukleare Wettrüsten verschärft.  Es geht um milliardenteure Modernisierungsprogramme in allen Atomwaffenstaaten, die Entwicklung neuer (Mini-)Atomwaffen in den USA und die vielfältigen Gefahren der weiteren Verbreitung von Atomwaffen, angeheizt durch Spekulationen über Atomwaffenprogramme Irans und Saudi Arabiens.

Daher fordert die NaturwissenschaftlerInnen-Initiative:

  • Verhandlungen über eine Nuklearwaffenkonvention zur Abschaffung aller Atomwaffen und als ersten Schritt die Unterzeichnung des Vertrages zum Verbot von Atomwaffen auch durch die Bundesregierung.

Die Aussage der Bundesregierung für eine Welt ohne Atomwaffen – zuletzt erneuert durch den Außenminister Maas – ist unglaubwürdig und dient der Weißwaschung eigener Aufrüstungspolitik solange die Bundesregierung

  • nicht den Abzug der US-Atomwaffen aus Büchel fordert und das entsprechende Abkommen mit der US-Regierung kündigt;
  • die nukleare Teilhabe nicht sofort beendet, stattdessen sogar neue Flugzeuge für diese völkerrechtswidrige Teilhabe an Atomwaffen beschaffen will;
  • den Ersteinsatz von Atomwaffen in der NATO-Doktrin nicht beenden will;
  • sich weiter gegen den UN-Vertrag zum Atomwaffenverbot ausspricht;
  • nicht ausschließt, gemeinsam mit der französischen Regierung perspektivisch über eine europäische Atombombe (mit) zu verfügen.

Wir sagen: Nukleare Abrüstung sieht anders aus! Wir fordern eine eigenständige Politik zur Abrüstung und Abschaffung aller Atomwaffen durch

  • den Verzicht auf die nukleare Teilhabe und die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages;
  • das Einbringen einer Resolution in die Vereinten Nationen, die alle Atomwaffenstaaten auffordert, auf die atomare Modernisierung zu verzichten und das Geld für die Realisierung der globalen Nachhaltigkeitsziele zur Verfügung zu stellen.

Die NaturwissenschaftlerInnen-Initiative wird sich in diesem Sinne gemeinsam mit allen Initiativen und Organisationen weiterhin aktiv und konkret für eine Welt ohne Atomwaffen einsetzen. Unser Ziel bleibt: Zum 75. Jahrestag von Hiroshima und Nagasaki 2020 müssen die Verhandlungen über eine Nuklearwaffenkonvention beginnen, die alle Atomwaffen verbietet und abschafft.

Wissenschaft für Nachhaltigkeit, Frieden und Demokratie – Die Zivilklausel in NRW erhalten!

NatWiss unterstützt die Petition „Wissenschaft für Nachhaltigkeit, Frieden und Demokratie – Die Zivilklausel in NRW erhalten!“ und bittet um Zeichnung.

Hier können Sie die Petition unterzeichnen >

 

Wissenschaft für Nachhaltigkeit, Frieden und Demokratie –
Zivilklausel im NRW-Hochschulgesetz erhalten!

Wie gelingt es, dass kein Mensch mehr an Hunger sterben muss und Solidarität und demokratische Teilhabe gesellschaftlich umfassend verwirklicht werden? Was sind Ursachen für Krieg und Gewalt und was Voraussetzungen für ein gleichberechtigtes, friedliches Zusammenleben? Wie kann die globale Aufrüstung gestoppt, wie zivile Konfliktlösung und das Völkerrecht gestärkt werden? Welche ökonomischen Interessen stehen einer nachhaltigen Entwicklung entgegen, wie können natürliche Ressourcen geschont und produktiv gemacht statt verschwendet werden? Die gesellschaftliche Beantwortung dieser Fragen duldet keinen Aufschub, die Wissenschaft spielt hierfür eine zentrale Rolle.

In diesem Sinne wurde auf Grund des jahrelangen Engagements von kritischen Hochschulmitgliedern 2014 eine sogenannte „Zivilklausel“ ins NRW-Hochschulgesetz aufgenommen:

„Die Hochschulen entwickeln ihren Beitrag zu einer nachhaltigen, friedlichen und demokratischen Welt. Sie sind friedlichen Zielen verpflichtet und kommen ihrer besonderen Verantwortung für eine nachhaltige Entwicklung nach innen und außen nach. Das Nähere zur Umsetzung dieses Auftrags regelt die Grundordnung.“

Eine gesetzliche Zivilklausel bedeutet eine Bekräftigung der Hochschulen und ihrer Mitglieder, die Wissenschaft am Allgemeinwohl auszurichten. Sie bringt zudem den Gesetzgeber in die Verantwortung, zur Verwirklichung dieses Auftrags entsprechende Studien- und Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Die Streichung der Zivilklausel aus dem NRW-Hochschulgesetz, wie sie die aktuelle Landesregierung beabsichtigt, wäre geschichtsvergessen und ein Schritt in die falsche Richtung.

Die Zivilklausel muss erhalten bleiben! Dafür treten wir ein.

 

Hier können Sie die Petition unterzeichnen >

 

Das neue Hochschulgesetz soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden!

Weitere Informationen:

• Eine Broschüre mit Statements von Persönlichkeiten aus der Zivilgesellschaft für den Erhalt der Zivilklausel finden Sie unter:
www.zivilklausel.de/broschuere

Einladung zur Arbeitstagung: Zivilklausel – wo stehen wir, wohin wollen wir?

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und NaturwissenschaftlerInnen-Initiative (NatWiss) laden ein zur Arbeitstagung

Zivilklausel – wo stehen wir, wohin wollen wir?
Überlegungen für die Zukunft der Bewegung für eine umfassende Zivilklausel

Zivilklauseln an Hochschulen und Universitäten sind seit ihrer Wiederbelebung 2009 eine Erfolgsgeschichte. So konnten an 36 Orten neue Zivilklauseln durchgesetzt werden und es entstand ein bundesweites Netzwerk für Zivilklauseln. Allerdings gibt es nach wie vor starke Widerstände gegen Zivilklauseln und nicht nur in Bremen wird gegen sie verstoßen.

Erschreckend ist die deutliche Zunahme der Militarisierung an den Hochschulen, nicht nur durch die Intensivierung der Rüstungsforschung. Doch kleine Initiativen wehren sich dagegen an den Hochschulen und sorgen dafür, dass die Friedensbewegung an den Hochschulen präsent bleibt.

Wir wollen mit der Tagung Bilanz zielen und überlegen, wie wir den Widerstand ausweiten, den Protest intensivieren und neue Erfolge erringen können. Wir wollen beraten, wie wir bisher Erreichtes verteidigen und Verstöße abwehren können. Wir wollen öffentliche Forschung und Lehre dauerhaft auf ausschließlich friedliche und zivile Zwecke beschränken. Wir wollen weitere Zivilklauseln in Landeshochschulgesetzen, Verfassungen bzw. Grundordnungen der Universitäten und Hochschulen verankern.

Unsere Arbeitstagung richtet sich zuerst an die Aktiven an den Hochschulen, die sich schon für die Zivilklausel engagieren, aber auch an alle, die neu hinzukommen wollen. Sie wendet sich aber auch an die Friedensbewegung, ohne die der friedenspolitische Erfolg der Zivilklausel nicht verstetigt werden kann.

An vielen Hochschulen und Universitäten engagieren sich die Beschäftigten in Forschung, Lehre, Bibliotheken, Laboren und Verwaltung für die friedliche Ausrichtung ihrer Arbeit. Deshalb sind die Gewerkschaften für die Zivilklausel-Bewegung zum wichtigen Partner geworden. Sie beteiligen sich auch aktiv an dieser Tagung. Studierende, Wissenschaftler*innen und Beschäftigte mit ihren Gewerkschaften wollen sich austauschen und gemeinsam neue Ideen und Impulse für Zivilklauseln finden.

Wann und wo?

Samstag, den 18.05.2019
von 11 bis 18 Uhr
Räumlichkeiten des GEW Hauptvorstands
Reifenberger Straße 21, 60489 Frankfurt a.M.

***Wir bitten um Anmeldung unter info@natwiss.de***

 

Programm:

11.00 Uhr                            Begrüßung durch die Vorsitzende der GEW Marlis Tepe

11.15 Uhr                            Impulsreferate:

Lucas Wirl (IALANA)
Wo stehen wir mit der Zivilklausel-Bewegung?

Dietrich Schulze (NatWiss)
Entwicklung der Bewegung seit 2009 – einige Lehren

Marlis Tepe (GEW)
Gewerkschaften und Zivilklausel

Swetlana Paul (AStA Leipzig)
Zivilklausel am Beispiel der Universität Leipzig

12.00 Uhr                            Diskussion

13.30 Uhr                            kleiner Lunch

14.30 Uhr                            AGs – Erfahrungsaustausch und Konsequenzen

15.30 Uhr                            Kaffeepause

15.45 Uhr                            Berichte aus den AGs

16.00 Uhr                            Gedanken zur Weiterführung: Reiner Braun (NatWiss), Uwe Wötzel (ver.di)

16.20 Uhr                            Diskussion und Vereinbarungen

17.45 Uhr                            Zusammenfassung und Ausblick: Reiner Braun

Programm als PDF herunterladen >

Menschenkette des Friedens für ein vereintes Korea

Human Chain of Peace for One Korea
Menschenkette des Friedens für ein vereintes Korea

Solidarität mit den innerkoreanischen Friedensbemühungen

Noch vor einem Jahr befand sich die koreanische Halbinsel in höchster Kriegsgefahr. Völlig überraschend trafen sich am 27. 04. 2018 die beiden Staatschefs aus Nord- und Südkorea in *Panmunjeom und verkündeten eine gemeinsame Erklärung für den Frieden, den Wohlstand und die Wiedervereinigung auf der koreanischen Halbinsel, unabhängig von den USA, China, Russland und Japan. Dieses historische Ereignis möchten wir mit Organisationen und Menschen aus Berlin und aus der ganzen Welt feiern, und eine Menschenkette entlang des Mauerstreifens in Berlin Mitte bilden.

Zeigt Eure Solidarität mit den beiden Koreas, damit endlich der letzte Stacheldraht des Kalten Krieges verschwindet! Lasst uns damit ein Zeichen gegen die erneute atomare Eskalation setzen! Bringt gerne Eure Freund*innen mit, denn für die Kette benötigen wir mindestens 427 Menschen!

Auch in Südkorea werden am selben Tag sogar 500.000 Menschen entlang der 500 km langen DMZ (Demilitarisierte Zone)  vom westlichsten bis hin zum östlichsten Punkt eine Menschenkette für den Frieden bilden! (Weitere Informationen unter: http://dmzpeacechain.com/)

(*Panmunjeom befindet sich in der gemeinsamen militärischen Sicherheitszone zwischen Nord- und Südkorea.)

Wann: Am Samstag, den 27.4. 2019 von 14:27 Uhr bis 17:00 Uhr

Wo: Rückseite des Brandenburger Tors (Platz des 18. März) -> Potsdamer Platz -> Rückseite des Brandenburger Tors (Platz des 18. März) über die Ebertstraße (entlang des Mauerstreifens zwischen Brandenburger Tor und Potsdamer Platz)

 

Für Weitere Informationen, Bitte besuchen Sie https://www.facebook.com/onekorea4worldpeace


Veranstalter / Organizer:  Gruppe für die Menschenkette des Friedens in Berlin

Bisher teilnehmende Kooperationspartner in alphabetischer Reihenfolge / Participating organizations so far in alphabetical order:

AK Internationalismus der IG Metall / Buddhist Jungto Deutschland e.V. (Berlin) / Deutsch-Japanisches Friedensforum Berlin e.V. / Deutsch-Koreanische Gesellschaft e.V. / DOAM (Deutsche Ostasienmission) / Evangelische Koreanische Gemeinde Berlin e.V. / Evangelische Vision Gemeinde in Berlin e.V. / Heilandskirche: Evangelische Kirche in Tiergarten / Hasim Missionswerk e.V. / Herz für Korea e.V. / Internationale Isang Yun Gesellschaft e. V. / IPB (International Peace Bureau) / Isang Yun Haus – Isang Yun Peace Foundation / Korea Verband e.V. / Korea Group of Berlin Mission / Koreanische Arbeiter Berlin (Nodong Gyoshil) / Koreanische Evangelisch-Methodistische Gemeide Berlin / Koreanische Frauengruppe in Deutschland e.V. / Koreanische Friedensgruppe in Deutschland / Koreanische Studentengesellschaft Leipzig Halle / Koreanische Studentenvereinigung TU Berlin / Koreanischer Evangelischer Gemeindekonvent in Deutschland / Koreanische Krankenschwestern und -pfleger sowie  Krankenpflegehelferinnen und -helfer e.V / KOWIN (Korean Women’s International Network in Germany) / Metoo-KoreanerInnen / NatWiss – Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit e.V. / Netzwerk der Koreaner in Deutschland e.V. / SEWOL BERLIN / Solidarity of Korean People in Europe / Stiftung Asienhaus / The National Unification Advisory Council (Northern Europe Chapter-Branch Berlin) / Verein der koreanischen Min-jung Kultur e.V. / WON-Buddhistischer Tempel Berlin e.V. / ZUSAMMEN Hamhung e.V. / 4.27 DMZ Peoples Peace Chain Movement / 6.15 Joint Declaration Practice Europe

Bei Teilnahmeinteresse bitte schreibt an / Interested organizations please contact:

mail@koreaverband.de

Wir bitten um Spenden für anfallende Kosten an das folgende Konto / For donations:

Inhaber: Korea-Verband e.V.
Bank: GLS Bank
IBAN: DE74 4306 0967 1223 1367 00
BIC: GENODEM1GLS
Zweck: Menschenkette

Stimmen für den Erhalt der Zivilklausel im NRW-Hochschulgesetz: Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker

Was wären die Universitäten wert, wenn sie sich nicht mit den großen Fragen unserer Zeit befassen würden, wie Klimawandel, Voraussetzungen für Frieden, Verringerung der sozialen Schere und Stärkung demokratischer Verhältnisse? Gesellschaftliches Engagement hat bewirkt, dass die atomaren Aufrüstungspläne der Adenauer Regierung von 1957 nicht verwirklicht wurden. Von großer Bedeutung war dabei die „Göttinger Erklärung“, in der 18 Wissenschaftler wie Otto Hahn, einer der „Väter der Atombombe“, die Verharmlosung von Atomwaffen zurückwiesen, den Verzicht auf atomare Bewaffnung forderten und jede Mitarbeit daran ablehnten. Heute müssen wir unbedingt Frieden und Nachhaltigkeit zusammendenken: Die Zerstörung von Lebensräumen ist eine wichtige Ursache für Krieg und Vertreibung und umgekehrt bedeuten Krieg und Gewalt massive Umweltzerstörung und machen eine nachhaltige Entwicklung für Jahre unmöglich. Wenn wir so weitermachen wie bisher, brauchen wir fünf Planeten, wir haben aber nur einen. Eine prosperierende Zukunft für alle Menschen ist nur möglich, wenn der Wohlstand massiv vom Naturverbrauch abgekoppelt wird. Weil die Hochschulen für die notwendige Verfünffachung der Ressourcenproduktivität unverzichtbar sind, ist die Zivilklausel wichtig. Die Hochschulen müssen mehr an Frieden, Demokratie und Nachhaltigkeit arbeiten – nicht weniger! Dafür ist auch ihre Grundfinanzierung auszubauen: Nicht Drittmittel sollten Maßstab des Erfolges sein, sondern Humanität und Aufklärung.

Aus der Broschüre „Wissenschaft für Nachhaltigkeit, Frieden und Demokratie. Stimmen für den Erhalt der Zivilklausel im NRW-Hochschulgesetz“

Scientists for Future: Abrüstung für Klimaschutz – Frieden und Zukunftsfähigkeit gehören zusammen

Erklärung der NaturwissenschaftlerInnen-Initiative „Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit“ zu Scientists for Future und Fridays for Future:

Seit Wochen demonstrieren und streiken weltweit hunderttausende junger Menschen für ihre Zukunft, den Klimaschutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Dieses Anliegen der Initiative Fridays for Future unterstützen inzwischen mehr als 23.000 WissenschaftlerInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Stellungnahme von Scientists for Future erklären sie: „Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, können wir die Erderwärmung begrenzen, das Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten aufhalten, die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und eine lebenswerte Zukunft für derzeit lebende und kommende Generationen gewinnen.“

Die NaturwissenschaftlerInnen-Initiative „Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit“ schließt sich diesen berechtigten Forderungen an. Diese sind umso dringlicher, als die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten zunehmend mit der Frage von Krieg und Frieden verbunden ist. Die Zerstörung der Umwelt und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen unseres Planeten gefährden den Frieden und werden zu einem Sicherheitsrisiko, besonders für Menschen in verwundbaren und fragilen Risikozonen. So sieht auch die Scientists for Future-Erklärung die Gefahr, dass durch unzureichenden Schutz der Böden, Ozeane, Süßwasserressourcen und Artenvielfalt – bei gleichzeitiger Erderwärmung als „Risikovervielfacher” – „Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit in vielen Ländern soziale und militärische Konflikte auslösen oder verschärfen und zur Migration größerer Bevölkerungsgruppen beitragen.“ Bei Überschreiten klimatischer Kipp-Punkte des Erdsystems werden sich selbst verstärkende Prozesse in Gang gesetzt, mit weltweit katastrophalen Folgen.

Solche Umweltrisiken verbinden sich auf komplexe Weise mit anderen Krisenerscheinungen, von Armut, Hunger und Flucht über Globalisierung und Technikabhängigkeit, Nationalismus und Rechtsentwicklung bis zu Gewaltkonflikten und neuer Aufrüstung. Diese Entwicklungen sind brandgefährlich und untergraben die Grundlagen für Frieden und nachhaltige Entwicklung. So wie Umweltzerstörung den Frieden gefährdet, so stehen Gewalt und Krieg einer nachhaltigen Entwicklung im Wege. Ein nuklearer Winter durch einen Atomkrieg wäre nicht nur das Ende der menschlichen Zivilisation, sondern auch eine Bedrohung für das Leben auf der Erde.

Dem negativen Teufelskreis muss eine positive Verbindung von Nachhaltigkeit, Entwicklung und Frieden entgegengesetzt werden. Dazu braucht es präventive und kooperative Governance-Strukturen und Institutionen zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden, die Klimarisiken vermeiden und Krisenursachen angehen, durch Verteilungsgerechtigkeit, Transformation von der fossilen zu einer nachhaltigen und kohlenstoffarmen Energieversorgung sowie eine friedliche Konfliktlösung und Abrüstung.

Um die notwendigen Veränderungen zu finanzieren und zu realisieren, muss der gefährliche und kostspielige Aufrüstungskurs beendet werden. Klimaschutz braucht Abrüstung!

 

Weitere Informationen:
Scientists for Future https://www.scientists4future.org/
Fridays for Future https://fridaysforfuture.de/

33 Jahre Tschernobyl – 8 Jahre Fukushima

NatWiss hat die Anzeigenaktion „33 Jahre Tschernobyl – 8 Jahre Fukushima: Energiewende ohne Atom und Kohle“ der IPPNW (Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) unterstützt. Die Anzeige wurde am 11. März 2019 in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht. 2.134 Beteiligte haben mit ihrer Unterschrift und finanziellen Unterstützung die ganzseitige Anzeige ermöglicht.

Zum Vergrößern der Anzeige bitte auf das Bild klicken:

Göttinger Friedenspreis für die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“

Der Göttinger Friedenspreis wurde am Samstag, den 9.3.2019 in einer privaten Galerie in Göttingen an den Verein „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ verliehen. Die Preisvergabe war im Vorfeld heftig kritisiert worden. Unter anderen hatten Josef Schuster (Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland) und Felix Klein (Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung) den Verein als antisemitisch kritisiert und dies mit einer Nähe zur BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) begründet.

Wegen der Vorwürfe zogen die Universität, die Stadt und die Sparkasse in Göttingen ihre Unterstützung für die Preisverleihung zurück. Die Preisverleihung konnte auch nicht wie gewohnt in der Universität stattfinden.

Andreas Zumach, der Vorsitzende der Jury des Göttinger Friedenspreises, äußerte sich ausführlich zu den Vorwürfen (https://www.juedische-stimme.de/2019/02/15/stellungnahme-des-vorsitzender-der-jury-zu-kritik-an-dem-preistraeger-die-juedische-stimme/) und bat in einer Email vom 14.02. um solidarische Stellungnahmen, die an den Oberbürgermeister Köhler, die UNI-Präsidentin Beisiegel, den Sparkassenvertreter sowie an die Vorstände der preisvergebenden Stiftung und des Kuratoriums, Hans-Jörg Röhl und Goetz Neuneck geschickt werden sollten.

Die NaturwissenschaftlerInnen-Initiative verfasste darauf folgende Stellungnahme, die an die entsprechenden Personen geschickt wurde und wir hier dokumentieren:

NaturwissenschaftlerInnen-Initiative „Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit“
Stellungnahme zur Verleihung des Göttinger Friedenspreises 2019 an die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“

Die Konferenz von Warschau zum Nahen und Mittleren Osten am 14./15. Februar 2019 hat noch einmal verdeutlicht, wie groß die Kriegsgefahren und Rüstungsanstrengungen in der Region sind. Für alle am Frieden interessierten und engagierten Menschen und Organisationen  ist es notwendig, eine Mitwirkung an Kriegsvorbereitungen, Menschenrechtsverletzungen und Okkupationen in der Nahost-Region zu kritisieren. Gerade deutsche Organisationen haben aufgrund der historischen Rolle Deutschlands in Weltkrieg und Holocaust eine besondere Verantwortung, immer wieder Kritik an Kriegen und Kriegsvorbereitungen zu üben.

Die „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden e.V.“ hat diese grundsätzliche Kritik seit Jahren engagiert, couragiert und in Übereinstimmung mit Friedenskräften in Israel geäußert. Die Verleihung des Göttinger Friedenspreises 2019 ist deshalb eine berechtigte Anerkennung und Auszeichnung der Jüdischen Stimme für ihren Beitrag zum Frieden in Nahost.

Immer wieder wird aktive Friedensarbeit in der Region mit dem Vorwurf des „Antisemitismus“ diskreditiert, selbst wenn es sich um jüdische Organisationen und ihre Unterstützer handelt. Dies  widerspricht einer offenen Debatte und beeinträchtigt das aktive Engagement für Menschenrechte und Frieden. Historische Ereignisse werden aus historischen Kontexten gerissen und zur Durchsetzung aktueller Interessen eingesetzt.

Eine gesellschaftliche Auseinandersetzung darüber ist notwendig und wird auch in der jüdischen Gemeinschaft geführt. Während der Zentralrat der Juden in Deutschland dazu auffordert, sich von der Preisverleihung zu distanzieren und die Entscheidung zu revidieren, kritisieren mehr als 90 jüdische Intellektuelle in einem offenen Brief die Vorwürfe gegen die Jüdische Stimme und rufen die deutsche Zivilgesellschaft auf, die freie Meinungsäußerung jener zu gewährleisten, die sich gegen die Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung wenden.

Der Vorsitzende der Jury des Göttinger Friedenspreises, Andreas Zumach setzt sich in einer Stellungnahme mit den Vorwürfen gegen die Preisverleihung an die Jüdische Stimme detailliert und sachlich auseinander. Wir halten diese Ausführungen für überzeugend und bitten den Oberbürgermeister und die Präsidentin der Universität, dem Druck gegen die Preisverleihung nicht nachzugeben. Wir sind überzeugt, dass damit den Zielen von Frieden, Versöhnung, Abrüstung und gemeinsamer Sicherheit nicht gedient ist. Zugleich unterstützen wir eine umfassende Debatte, die die gesellschaftlichen Wurzeln des Antisemitismus bekämpft und dafür sorgt, dass die zum deutschen Faschismus führenden Entwicklungen sich nie wiederholen.

Weitere Stimmen, Stellungnahmen sowie die Reden der Preisvergabe sind auf der Webseite des Vereins „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ dokumentiert: www.juedische-stimme.de

Sputnik: „Europa als Schlachtfeld im Atomkrieg“

Nach Aufkündigung des INF-Vertrags durch die USA und die Zustimmung der Nato-Länder warnt das russische Außenministerium in Moskau vor einer möglichen Konfrontation. Auch der Friedensnobelpreisträger „International Peace Bureau“ sowie andere Friedensinitiativen warnen vor einem Atomkrieg in Europa. […]

Reiner Braun, Co-Präsident des International Peace Bureau und stellv. Vorsitzender von NatWiss, im Interview mit Sputnik.

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