Naturwissenschaft und Ökonomie

Griechenland als atomare Gefahr?

03.08.2015

Hier finden Sie endlich eine verständliche ökonomische Analyse für die Instrumentalisierung eines ganzen Volkes (aber nur direkt) durch einige Liebhaber der Apokalypse.

1507 b Brüning betrieb in insgesamt vier großen Notverordnungen eine einschneidende Spar.pdf

πάντα ῥεῖ – IMF, World Bank, $ und € sind nicht so langlebig wie die Akropolis

22.07.2014 pw

Die Formel panta rhei (griechisch πάντα ῥεῖ, „Alles fließt“) ist ein auf den griechischen

Philosophen Heraklit zurückgeführter, jedoch erst später von Platon geschaffener Aphorismus.

Alle Krisen und Kriege seit (mindestens) 100 Jahren sind das Resultat des kapitalistischen Gesetzes der Akkumulation und der Konzentration der abgeschöpften Profite. Dieses ökonomische System des Bürgertums wurde vor Jahrzehnten von den westlichen Industrieländern in Bretton Woods international abgesichert über IMF (International Monetary Fonds) und WB (World Bank) – sowie weiteren Sub-Einheiten mit den Buchstaben U und N vor dem Namen, die dafür sorgen, dass die Kontinuität der globalen Besitzverhältnisse erhalten bleibt. Beziehungsweise die o.g. gesetzmäßige Zunahme garantieren.

In der bipolaren Welt vor 1990 ließ „…der Wettstreit der Systeme…“ hoffen, dass die „sozialistischen“ Länder auf Dauer bessere Lebenschancen für die Menschen schaffen würden. Man mußte jedoch erfahren, dass dieser Wettstreit einige Male gefährlich bis an den Rand der Apokalypse führte. Der Wettstreit forderte zudem enorme Geldflüsse, die in die Rüstungsspirale und (disparitätisch) in Steigerungen des Lebensstandards strömten. In den 1980er Jahren begannen die sozialistischen Führungseliten mit der Aufnahme westlicher Kredite und der Adaption kapitalistischer Tricks, ohne dabei die Überlegenheit
der tradierten Praxis der kapitalistischen Akteure zu berücksichtigen. Es gab jedoch keine Kredite ohne Gegenleistung und diese Gegenleistung manifestierte sich für den Ostblock schließlich in der Auflösung des politisch/gesellschaftlichen Systems.

Rien ne va plus! Der traditionelle Gegensatz zwischen West und Ost blieb bei ökonomischer Angleichung teilweise erhalten, teilweise wurde der systemische Kampf ersetzt durch den profanen Kampf der Konkurrenten, Gründe s.o. Und es kamen neue Akteure in das Geschehen, die vom Westen bis dahin erfolgreich vom Agieren ferngehalten werden konnten: Schwellenländer der Dritten Welt. Seit einigen Jahren gab es bereits Bestrebungen, die Vorherrschaft des Westens als Besitzer der bereichernden Institutionen WB und IMF zu schwächen. Seit Mitte Juli 2014 wird es nun auch ausgesprochen: Die BRICS-Länder (Brasilien, Rußland, Indien, China und Südafrika), die fast die Hälfte der Erdbevölkerung stellen, pochen auf mehr Mitsprache auf den internationalen Finanzmärkten. Es gibt jetzt die NDB (New Development Bank [engl.]) und den Währungsfonds CRA (Contingent
Reserve Arrangement [engl.]) als Rettungsboot für angeschlagene Mitglieder. Damit soll eine sichere Unabhängigkeit für die BRICS-Länder erreicht werden, die Abhängigkeit vom US-Dollar gemindert werden. Im Gegensatz zu IMF und WB werden die Kredite
nicht mit Auflagen verbunden sein. China trägt mit 41 Mrd. US-Dollar den dominanten Anteil der insgesamt 100 Mrd. US-Dollar des CRA. Sitz der beiden neuen Institutionen ist die Finanzmetropole Shanghai PRC.

Die Volksrepublik China soll über Devisen in Höhe von ca. 2000 Mrd. US-Dollar verfügen, die Vereinigten Staaten dagegen sind mit 16.700 Mrd. USD hochverschuldet. Der größte Teil der Staatsschulden, die von ausländischen Investoren gehalten werden, entfallen auf die Staaten China, Japan, das Vereinigte Königreich sowie Brasilien und die Schweiz.

Die Götterdämmerung des US-Dollar kündigt sich an.

Wachstum ist mit Glück nicht identisch – Interview des vdi mit Wolfgang Neef vom 17.2.2012